© SKD, Foto: Andreas Diesend

Exercises in Freedom. Polnische Konzeptkunst 1968–1981

in Kooperation mit dem Archiv der Avantgarden (AdA)

Die polnische Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre ist geprägt von einer im sozialistischen Osteuropa einmaligen Vielfalt und Offenheit. Ihre freie Entfaltung wurde im Unterschied zu den meisten Nachbarländern vom Staat kaum behindert.

  • Laufzeit 29.06.2018—23.09.2018
  • Öffnungszeiten 10—18 Uhr, Dienstag geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 6 €, ermäßigt 4,50 €, unter 17 frei, Gruppe ab 10 Personen 5,50 €

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Die Ausstellung präsentiert die eigenständige und auf internationalem Niveau agierende, gut vernetzte Szene konzeptueller Kunst, die bis heute in Deutschland nahezu unbekannt geblieben ist. 50 Jahre nach dem Epochenjahr 1968, als es auch in Polen zu gesellschaftlichen Protesten kam, und 100 Jahre nach der Gründung der Zweiten Polnischen Republik stellt „Exercises in Freedom“ Etappen und Protagonist* innen vom Ende der 1960er-Jahre bis 1981 vor. In diesem Jahr verhängte die Militärregierung das Kriegsrecht, um die von der Gewerkschaft Solidarność getragene Demokratiebewegung zu zerschlagen. Alle Künstler*innen in der Ausstellung teilten die Haltung, den in West und Ost spürbaren innovativen Geist des künstlerischen und gesellschaftlichen Aufbruchs nach 1960 für eine grundlegende Erweiterung des Kunstbegriffes nutzbar zu machen.

© SKD, Foto: Andreas Diesend
Stanisław Dróżdż, Ohne Titel (Vergessen), 1977/2012

Impressionen

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Das Spektrum der hier präsentierten künstlerischen Positionen reicht von bild- und sprachanalytischen Arbeiten bis hin zu institutions- und gesellschaftskritischen Werken. Den Akteuren wurde vom Staat eine relativ große Freiheit zugestanden, solange sie nicht offen gegen das kommunistische System agitierten. Deshalb konnte sich zwischen Warschau, Łódź, Poznań, Wrocław und anderen Städten ein weitgehend unabhängiges Netzwerk aus Galerien, Kunstfestivals, Gruppierungen und internationalen Initiativen bilden.

© SKD, Schenkung Sammlung Hoffmann
Natalia LL, Sztuka konsumpcyjna / Consumer Art, 1972

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Im zweiten Raum der Ausstellung thematisiert das Archiv der Avantgarden diese Idee der Vernetzung als künstlerische Praxis. Die Werke und Aktivitäten der Künstler*innen dürfen wir als Übungen zur Freiheit verstehen.

Raumansicht der Ausstellung
© SKD, Foto: Andreas Diesend
Exercises in Freedom. Polnische Konzeptkunst 1968–1981

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