Unbekannt, Chinesisch, Rollbild mit zahlreichen Szenen des Volkslebens, 18. Jh.
© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Herbert Boswank

La Chine

Die China-Sammlung des 18. Jahrhunderts im Dresdner Kupferstich-Kabinett

„La Chine. Die China-Sammlung des 18. Jahrhunderts im Dresdner Kupferstich-Kabinett“ präsentiert Werke, die im Zuge der europaweit herrschenden China-Begeisterung des frühen 18. Jahrhunderts am Hof Augusts des Starken erworben wurden.

  • Laufzeit 19.11.2021—13.02.2022
  • Öffnungszeiten aktuell geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 6 €, ermäßigt 4,50 €, unter 17 frei, Gruppe ab 10 Personen 5,50 €

Der im ersten Inventar der Sammlung von 1738

Der im ersten Inventar der Sammlung von 1738 unter den Kategorien „La Chine“ und „La Chine européenne“ verzeichneten Bestand enthält mehr als 2.000 Einzelwerke in Bänden und auf Bildrollen, darunter über 1.100 chinesische Zeichnungen und Wasserfarbenmalereien auf Papier und Seide, Holzschnitte und kolorierte Drucke, sowie rund 600 chinoise Drucke europäischer Künstler. Eine Besonderheit der Sammlung bilden verschiedene Konvolute populärer Graphik, die in China selbst als "Verbrauchsgut" kaum erhalten geblieben sind. Diese Arbeiten wurden in Europa als Vorlage für Raumausstattungen, für Porzellanmalerei und die Verzierung von Möbeln verwendet.

© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Andreas Diesend
Unbekannt, Chinesisch, Eine Zeichnerin unter einem Baum, Suzhou, um 1650–80 Farbholzschnitt, teils handkoloriert, aus einem aufgelösten Klebeband

Die vielfältigen literarischen

Die vielfältigen literarischen und kunsthistorischen Bezüge zwischen den chinesischen und chinoisen Werken aus dem Inventar aus 1738 wurden im Rahmen eines dreieinhalbjährigen Forschungsprojektes durch Cordula Bischoff und Anita Xiaoming Wang untersucht. Dies ist für das Kupferstich-Kabinett Anlass zu einer Ausstellung, die den europaweit einzigartigen Bestand an chinesischen und chinoisen Bänden, Bildrollen und Leporelli des frühen 18. Jahrhunderts zeigt. Eine Auswahl an Leihgaben veranschaulicht die vielfältige Verwendung graphischer Vorlagen etwa in der Porzellan- und Dekorationsmalerei.

© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Herbert Boswank
Matteo Ripa nach Yu Shen, Wolken- und Gebirgslandschaften, Ansicht 8 aus den 36 Ansichten des Kaiserlichen Sommerpalastes zu Jehol, Radierung und Kupferstich, Peking, 1714 Qing Dynastie, Ära Kangxi

Ines Beyer "Transformation"

Zur Ausstellung erarbeitet Künstlerin Ines Beyer ein im Rahmen von NEUSTART KULTUR, den Berufsverband Bildender Künstler (BBK) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördertes Kunstprojekt. In einer großformatigen textilen Arbeit mit dem Titel „Transformation“ verfolgt sie einen Kerngedanken der gesamten Ausstellung indem sie die Besucher*innen einlädt: zur Wahrnehmung und Reflektion gestalterischer, medialer, motivischer und gedanklicher Adaptionen über Kultur- und Zeiträume hinweg.

Ines Beyer

© Ines Beyer, Video: Martina Wolf
Ines Beyer bei der Arbeit an "Transformation", 2021 Film Still

Termine

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Publikation zur Sonderausstellung

La Chine. Die China-Sammlung des 18. Jahrhunderts im Dresdner Kupferstich-Kabinett

Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Cordula Bischoff; Petra Kuhlmann-Hodick, 256 Seiten, 347 farbige Abb., 30 x 23 cm, Klappenbroschur, Erscheinungsdatum 19.11.2021, Sandstein Verlag, 38 €, ISBN 978-3-95498-628-6

Unbekannt, Chinesisch, Eine Zeichnerin unter einem Baum, Suzhou, um 1650–80
© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Andreas Diesend

Förderer

Förderer

das Projekt "Transformation" von Ines Beyer wird gefördert von:

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