Fotografie des Arbeitszimmers von Albert Einstein
© SKD, Foto: Anja Bohnhof und Karen Weinert
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, bleiben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bis einschließlich 20. April 2020 geschlossen.

Weltsichten auf Papier. Die Fotografie und die Dinge

Das Kupferstich-Kabinett gibt in der Reihe „Weltsichten auf Papier“ innerhalb der Dauerausstellung Weltsicht und Wissen um 1600 Einblicke in seine reichen Bestände, ergänzt durch ausgewählte Leihgaben. Im Studiolo als Kabinettraum im Georgenbau des Residenzschlosses werden für jeweils begrenzte Zeit Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart präsentiert.

  • Laufzeit 14.09.2016—22.01.2017

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Mit der Intervention „Die Fotografie und die Dinge“ zeigt das Kupferstich-Kabinett in einer kleinen Präsentation schlaglichtartig vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart Beispiele fotografischer Objektdarstellung zwischen nüchternem Abbild und subjektiver Inszenierung. Zu sehen sind unter anderem Fotografien von August Kotzsch, Edmund Kesting, Sigmar Polke und Gerhard Richter, Katharina Gaenssler, Adrian Sauer und Wols.

Fotografie des Arbeitszimmers von Albert Einstein
© SKD, Foto: Anja Bohnhof und Karen Weinert
Anja Bohnhof und Karen Weinert, Abwesenheitsnotizen – Arbeitszimmer Albert Einstein, Einsteinhaus Caputh, 2006 500 x 600 mm, C-Print

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Seit ihrer Erfindung wurde der Fotografie eine besondere Wirklichkeitstreue zugeschrieben und der Anspruch geltend gemacht, die sichtbare Welt universell zu ergründen und den dreidimensionalen Raum auf die zweidimensionale Fläche zu bannen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweiterten Fotografen der Neuen Sachlichkeit, des Neuen Sehens und des Surrealismus die technischen und künstlerischen Eigenschaften des Mediums. Die Interpretation der Fotografie als ein die Wirklichkeit abbildendes Medium wich der subjektiven Interpretation der Realität.

Spätestens seit dem Aufkommen des digitalen Zeitalters ist der Anspruch der realen Abbildfähigkeit auf dem Prüfstand. Als Medium ist die Fotografie im digitalen Zeitalter immer weniger an die äußere Realität gebunden. Eine Rückbindung an die Welt der Dinge erfährt sie dadurch, dass sie selbst zum Objekt wird, denn sie ist in Museumsräumen als Sammlungsgegenstand so präsent wie niemals zuvor.

© SKD, Foto: Herbert Boswank
August Kotzsch: "Pyrus", um 1870 Albuminpapierabzug, 182 x 143 mm

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