Kopf eines kleinen Jungen im Profil nach links, Pinselzeichnung, um 1935, 372 × 360 mm
SKD, Kupferstich-Kabinett, Herbert Boswank © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Geschichten um Hegenbarths anonyme Köpfe

Nicht weniger als 300 namenlose Köpfe sind im Josef-Hegenbarth-Archiv erhalten. Die Biografien der Dargestellten liegen im Dunkeln, doch sprechen die Gesichter ganz unmittelbar zu uns. Auf Einladung des Archivs haben sieben Autor*innen den anonymen Figuren neue Geschichten geschenkt. 

  • Ausstellungsort Josef-Hegenbarth-Archiv
  • Öffnungszeiten Sonntag 15—18 Uhr  (Donnerstag nach telefonischer Voranmeldung unter Tel.: 0351 4914 3211)
  • Eintrittspreise regulär 3 €, ermäßigt 2 €, unter 17 frei, Gruppen ab 10 Personen 2,50 €, Workshops pro Gruppe 25 €

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Text und Bild stehen bei Josef Hegenbarth in einem engen Verhältnis. Als Illustrator gab der bildende Künstler literarischen Figuren ein Gesicht. Gleichzeitig interessierte ihn zeitlebens, unbekannte Menschen in Zeichnungen festzuhalten, indem er Passanten von der Straße ins Atelier holte. Nicht weniger als 300 namenlose Köpfe sind im Josef-Hegenbarth-Archiv erhalten, eine künstlerisch anspruchsvolle Gruppe von Männer-, Frauen- und Kinderbildnissen, die zwischen 1920 und 1962 entstanden. Sie dokumentieren Hegenbarths Vermögen, ein Gegenüber in seiner Persönlichkeit und seiner Stimmungslage spontan zu erfassen. Die Biografien der Dargestellten liegen im Dunkeln, doch sprechen die Gesichter ganz unmittelbar zu uns.

 

 

Pinselzeichnung eines Männerkopfes
SKD, Kupferstich-Kabinett, Herbert Boswank © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Josef Hegenbarth, Männerkopf K. B., 1957 Pinselzeichnung, 358 × 266 mm

Geschichten um Hegenbarths anonyme Köpfe - gelesen von den Autor*innen

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Die Autor*innen Marcel Beyer (*1965), Julia Boswank (*1986), Katharina Hacker (*1967), Florian Illies (*1971), Undine Materni (*1963), Ingo Schulze (*1962) und Volker Sielaff (*1966) sind unserer Einladung gefolgt, den anonymen Figuren neue Geschichten zu schenken. Wie Hegenbarth heben sie die Gestalten aus der Menge hervor. Das Experiment soll dazu anregen, den Zeichnungen mehr als nur einen bewundernden Blick zu schenken und eigene Geschichten zu erfinden. In der Ausstellung werden die anonymen Köpfe durch eine Auswahl von Hegenbarths fein beobachteten Straßenszenen sowie Darstellungen literarischer Figuren und karikaturesk übersteigerter Typen ergänzt.

 

 

Pinselzeichnung eines jugendlichen Frauenkopfes
SKD, Kupferstich-Kabinett, Herbert Boswank © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Josef Hegenbarth, Jugendlicher Frauenkopf, um 1955 Pinselzeichnung, 381 × 291 mm

Lage & Anfahrt

Josef-Hegenbarth-Archiv Calberlastraße 2
01326 Dresden

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Josef-Hegenbarth-Archiv
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Calberlastraße 2
01326 Dresden

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