Forschungsprojekt
Der Ausstellung zugrunde liegt ein umfangreiches Forschungsprojekt mit internationalen Partnern zur Erschließung der historischen Japan-Sammlung.
Alltag und Mythos, Eleganz und Witz, Fantasie und Naturbeobachtung – der japanische Farbholzschnitt enthält alle Facetten des Lebens. Utamaro entwarf in feinen Linien Frauengestalten, Hokusai hielt das Alltägliche mit scharfem Blick fest, Hiroshige gestaltete in seinen Landschaften mit innovativen Farbkompositionen und Perspektiven. Jedes Werk wurde in Teamwork hergestellt: Künstler, Schnitzer, Drucker und Verleger schufen gemeinsam die Holzschnitte, die je nach Auflage und Auftraggeber kostbare Sammlerstücke oder erschwingliche Drucke für viele sein konnten.
Das Kupferstich-Kabinett sammelt japanische Kunst auf Papier seit fast 300 Jahren – es ist eine der bedeutendsten, aber kaum bekannten Sammlungen Deutschlands. Gemeinsam mit Forschungspartnern aus Japan und der Schweiz wurde ihre Geschichte auf gearbeitet, die Werke digitalisiert und restauriert. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl aus diesem Bestand von über 10.000 Objekten – viele der Werke sind hier zum ersten Mal zu sehen.
Die japanischen Arbeiten stehen jenen internationaler Künstlerinnen und Künstler gegenüber, darunter James McNeill Whistler, Henri de Toulouse-Lautrec, Edvard Munch, Emil Orlik und Mary Cassatt: Sie ließen sich durch die japanische Kunst inspirieren – experimentierten mit grafischen Techniken, entdeckten die Ausdruckskraft der Reduktion, erforschten radikale Wege der Bildkomposition. Dieser Dialog hat die Kunst der Moderne nachhaltig geprägt und wirkt bis heute fort.
Kupferstich-Kabinett
Die digitale Tour für Smartphone und Tablet
Der Ausstellung zugrunde liegt ein umfangreiches Forschungsprojekt mit internationalen Partnern zur Erschließung der historischen Japan-Sammlung.
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Prof. em. Dr. Hans Bjarne Thomsen, Zürich
Prof. Dr. Ryo Akama, Ritsumeikan Universität, Kyoto
Dr. Masaki Utsunomiya, Director Shubi Co., Ltd., Kyoto