Personen sitzen an Tischen, darauf Graphiken aufgestellt
© SKD, Foto: Andreas Diesend
Der Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts bleibt am 24.11.2017 geschlossen.

Kupferstich-Kabinett

Blätter, die die Welt bedeuten: Im Kupferstich-Kabinett gibt es Kunst auf Papier in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken. Neben den namensgebenden Kupferstichen gehören dazu Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen, Lithografien sowie illustrierte Bücher, Plakate und Fotografien. Sowohl die Qualität als auch der Umfang der Bestände von über eine halbe Million Werke sichern dem Dresdner Kupferstich-Kabinett seinen Rang unter den weltweit bedeutendsten Museen seiner Art.

  • Öffnungszeiten Montag 10—13 Uhr & 14—16 Uhr
    Mittwoch 10—13 Uhr & 14—16 Uhr
    Donnerstag 10—13 Uhr & 14—18 Uhr
    Freitag 10—13 Uhr
    10—13 Uhr  (jeden ersten Samstag im Monat)
  • Eintrittspreise Der Eintritt in den Studiensaal ist kostenfrei, Voranmeldung erbeten unter 0351- 4914 3221 oder kk.studiensaal@skd.museum

.

Unter den mehr als zwanzigtausend vertretenen Künstlerinnen und Künstlern finden sich herausragende Alte und Neue Meister wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Henri Toulouse-Lautrec, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz und Pablo Picasso, aber auch Zeitgenossen wie Gerhard Richter und Wolfgang Tillmans. Die Auswahl beschränkt sich nicht auf Künstler aus dem europäischen Raum: Sogar japanische, chinesische und indische Werke sind Teil der Sammlung, die acht Jahrhunderte bis in die jüngste Gegenwart umspannt.

Männer sitzen auf Ungeheuern, diese halb Pferd halb Fisch, und bekämpfen sich
Andrea Mantegna, Kampf der Meeresgötter (linke Hälfte), Mitte 1470er Jahre (?) Kupferstich, Kupferstich-Kabinett

Text

Der Schatz ist gewichtig, doch zeichnen sich die einzelnen Blätter gerade durch ihre Leichtigkeit aus. Diese ist eine besondere Qualität von Kunst auf Papier als einfach transportables und relativ erschwingliches Bildmedium. Mit ihr konnten Bildideen auf Reisen gehen und Künstler überall und unabhängig von Auftraggebern zur Tat schreiten. Rembrandt etwa verewigte seine Frau "Saskia im Bett" um 1635/36 auf einem postkartengroßen Blatt. Dabei hatte er kein Gemälde im Sinn, sondern wollte die intime Szene um ihrer selbst willen festhalten - im Lauf seines Lebens fertigte er gut 100 solcher tagebuchartiger Notizen seiner Familie.

Zeichnung einer Dame im Bett
Rembrandt Harmensz van Rijn, Saskia, im Bett sitzend, um 1635/36 Feder und Pinsel in Braun, durch Deckweiß korrigiert

Kunst auf Papier ist besonders schutzbedürftig. Das fragile Material kann nur bedingt dem Licht ausgesetzt werden, andernfalls würde es vergilben und verblassen. Daher präsentiert das Museum in thematischen Wechselausstellungen eine Auswahl an Arbeiten in seinen Ausstellungsräumen im Obergeschoss des Residenzschlosses. 

Quader mit Tür und Fenstern und einigen viereckigen, angemalten Flächen
Piet Mondrian, Farbentwurf für den Wohnraum Ida Bienert, Froschperspektive, 1926 Deckfarben, Tusche; 37,6 x 56 cm

Studiensaal

Für die vielen nicht ausgestellten Blätter gibt es eine besondere Lösung: Bis auf wenige Ausnahmen können sich Besucher auf Bestellung einzelne Blätter im öffentlich zugänglichen Studiensaal des Kabinetts vorlegen lassen. Bei der Auswahl helfen die Mitarbeiter des Studiensaals, die Online Collection – oder man lässt sich einfach von der parat gehaltenen Vorauswahl überraschen. 

Personen sitzen und stehen um eine Graphik herum

Ausstellungsliste

Weitere Ausstellungen der staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Grünes Gewölbe

im Residenzschloss

Saal voller Spiegel und Juwelen

Kunstgewerbemuseum

im Schloss Pillnitz

gelber Kasten mit vier Füßen

Riesensaal

im Residenzschloss

Aufwendig verzierter Harnisch, große Federn am Helm angebracht
Zum Seitenanfang