Unbekanntes aus Italien. Zeichnungen des 16. Jahrhunderts neu erforscht
Versteckte Spuren, überraschende Entdeckungen und frische Blicke auf alte Zeichnungen: Gemeinsam mit internationalen Fachkolleginnen und -kollegen hat das Dresdner Kupferstich-Kabinett mehr als 700 italienische Zeichnungen des 16. Jahrhunderts aus dem eigenen Bestand unter die Lupe genommen. Zusammenhänge wurden entschlüsselt, Verborgenes freigelegt, Fragmente vereint, und manch anonymes Blatt erhielt einen Namen. Während das groß angelegte Katalogisierungsprojekt seinem Abschluss entgegengeht, zeigt die Ausstellung 25 ausgewählte Blätter, die dank der aktuellen Forschungen in neuem Licht erscheinen.
- Ausstellungsort Residenzschloss
- Laufzeit 12.09.2026—03.01.2027
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Öffnungszeiten
täglich
10—17 Uhr, Dienstag geschlossen
Reformationstag,
31.10.2026
10—17 Uhr
Buß- und Bettag,
18.11.2026
10—17 Uhr
- Eintrittspreise regulär 18 €, ermäßigt 13,50 €, Schülerinnen und Schüler (unter 20 Jahre) 2 €, Kinder bis Schuleintritt frei, Gruppen ab 10 Pers. 16 € (Hausticket Residenzschloss)
Die Ausstellung
Zwei Zeichnungen ließen sich etwa dem heute kaum geläufigen Bologneser Nosadella (um 1530–1571) zuweisen, dessen temperamentvoller Strich seinen Figuren besondere Ausdruckskraft verleiht; ein drittes Blatt dürfte aus seinem Umfeld stammen. Andere Werke wurden aus Fragmenten wieder zusammengefügt, darunter eine Zeichnung, die sich als Vorarbeit von Dirck Hendricksz, gen. Teodoro d’Errico (1542–1618), für ein Altarbild in Santa Maria a Vico bei Neapel erwies.
Ein Glanzlicht bildet die virtuose Studie von Parmigianino (1503–1540) für eine Apostelfigur und einen Knaben. 2023 von Dr. Henning Hoesch geschenkt, ist das Blatt hier erstmals öffentlich zu sehen – ein Sinnbild für die verbindende Kraft des Sammelns und Forschens.
Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts im Studiolo
(Residenzschloss, 1. Stock, Renaissanceflügel)
Programm
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Ausstellung
Ausstellung gefördert durch: International Music and Art Foundation (IMAF) | Forschungs- und Katalogisierungsprojekt gefördert durch: Getty Foundation, Ernst von Siemens Kunststiftung, Wolfgang Ratjen Stiftung
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