Hans Franke & Co, Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts im Semperbau am Zwinger, 1908
© Kupferstich-Kabinett, SKD, Reproduktion: Herbert Boswank
Ab 12. Juni ist die Sonderausstellung "300 Jahre Kupferstich-Kabinett: Sammeln in der Gegenwart" des Kupferstich-Kabinetts regulär geöffnet.

300 Jahre Sammeln in der Gegenwart

Wir freuen uns, am 12. Juni unsere Jubiläumsausstellung »300 Jahre Sammeln in der Gegenwart« endlich zu eröffnen. Mit der Gegenüberstellung von alter und neuer Kunst lädt sie zur Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte seit Bestehen des Kupferstich-Kabinetts ein. Wie wir in der aktuellen Situation die Eröffnung mit Ihnen feiern können, werden wir so bald wie möglich auf unseren Kanälen mitteilen.

  • Laufzeit 12.06.2020—14.09.2020

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In drei Kapiteln wird die Geschichte des Sammelns in diesem Museum erzählt. Dabei wird deutlich, dass die Möglichkeiten und Strategien sowohl von der Kennerschaft der Sammlungsverantwortlichen als auch von historischen und kulturellen Bedingungen bestimmt wurden und werden. Aus der Kunstkammer heraus gegründet, entstand 1720 ein »Kabinett der Fürsten«, das eng mit der höfischen Repräsentation der sächsischen Herrscher verbunden war. Vor allem die Hofkunst des Barock, illustrierte Festberichte, aber auch die Erwerbung von damals zeitgenössischen Künstlern werden im Fokus des ersten Kapitels stehen.

© Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Herbert Boswank
Plakat: Divan Japonais Lithographie in fünf Farben, 1240 x 915 mm

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Das zweite Kapitel widmet sich der Entwicklung der Sammlung vom Kabinett zum Museum ab 1820 und dem Aufbruch in die Moderne. Vielfach wurden in Dresden Werke direkt von den Künstlerinnen und Künstlern angekauft, um diese in ihrer Arbeit zu fördern. Auch die Fotografie fand bereits in ihrer Frühphase als eigener Sammlungsbereich Eingang in das Kabinett. Das letzte Kapitel nimmt die Zeit ab 1920 und damit die Frage nach den Spuren von Identitäten und Brüchen in den Blick. Denn die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg, die Zeit der DDR sowie die Wende bedeuteten auch für das Dresdner Kabinett erhebliche Einschnitte und Veränderungen, die sich in der Sammlung niedergeschlagen haben.

© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Herbert Boswank
Charlotte Rudolph, Gret Palucca - Mit doppeltem Schatten, 1925 Silbergelatinepapier, retuschiert, 191 x 171 mm

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Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Giovanni Battista Piranesi, Caspar David Friedrich, Käthe Kollwitz, Henri de Toulouse-Lautrec, Pablo Picasso und Gerhard Altenbourg. In ihrer Zeit als Gegenwartskunst und teils noch vor dem künstlerischen Durchbruch ihrer Schöpfer*innen erworben, zählen sie bis heute ebenso wie die Meisterwerke von Jan van Eyck, Lucas Cranach und Hans Holbein zu den bedeutendsten Schätzen des Kupferstich-Kabinetts.

Publikationen

Publikation zur Sonderausstellung

300 Jahre Kupferstich-Kabinett Dresden. Sammeln in der Gegenwart

hrsg. von Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Stephanie Buck, Petra Kuhlmann-Hodick, Gudula Metze, Ausstellung Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, London 2020, 304 Seiten, Paul Holberton Verlag, ISBN: 978-1-911300-89-2

Anton Raphael Mengs: Selbstbildnis mit zwölf Jahren, 1740
© SKD, Foto: Andreas Diesend
Publikation zur Sonderausstellung

Timm Rautert, Bildanalytische Photographie 1968-1974

hrsg. von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Stephanie Buck, Linda Conze, Rebecca Wilton, Steidl Verlag, München 2020, 204 Seiten, 149 Schwarzweiß- und 23 Farbfotografien, Leineneinband mit Schutzumschlag, 65 €, ISBN 978-3-95829-486-8

vier schwarz-weiß-Fotografien, zwei Selbstporträts mit Kamera, zwei Bilder von Bäumen
© Timm Rautert/SKD, Foto: Herbert Boswank

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