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Crossing Borders

Sammeln für die Zukunft

Mit der Ausstellung “Crossing Borders. Sammeln für die Zukunft”blickt das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) nach vorn und zeigt, wie sich die Sammlung – eine der ältesten der Welt – jüngst entwickelt hat und wie sie sich in der Zukunft präsentieren könnte.

  • Laufzeit 14.11.2020—31.05.2021
  • Öffnungszeiten Freitag 16—20 Uhr
    Samstag bis Sonntag 11—17 Uhr
  • Eintrittspreise regulär 6 €, ermäßigt 4,50 €, unter 17 frei, Gruppe ab 10 Personen 5,50 €
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Trailer

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Crossing Borders. Sammeln für die Zukunft
Crossing Borders. Sammeln für die Zukunft © SKD, Film: Patrick Schwarz © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

text und bild

Ausgehend von den künstlerischen Erweiterungen seit den 1960er-Jahren vereint die Sonderausstellung etwa 80 zeitgenössische Werke von 43 Künstler*innen aus den letzten 30 Jahren. Mit Marina Abramović, Joseph Beuys, A. R. Penck und Nancy Spero stehen am Anfang der Präsentation beispielhaft vier Künstler*innen, deren Tun in besonderer Weise von einer Forderung nach Freiheit geleitet war. Seit den 1960er-Jahren haben sie substanzielle Beiträge zur Erweiterung des Kunstbegriffs und zur Entgrenzung von Kunst und Leben geleistet.

In der Ausstellung sind 21 Künstlerinnen und 22 Künstler vertreten. Neben dem eigenen Bestand schärfen eine Reihe wichtiger Arbeiten aus der Schenkung Sammlung Hoffmann den Blick, gerade weil diese als Privatsammlung ganz subjektiv darauf ausgerichtet war, radikale sowie intellektuell und emotional fordernde Werke zu erwerben.

Impressionen

Text2

In den Blick genommen werden zeitgenössische Arbeiten, die erst in den letzten Jahren erworben wurden und in besonderem Maße grenzüberschreitend und vorausschauend sind und auch zukünftig von hoher künstlerischer Relevanz bleiben dürften. Ausgewählte Leihgaben kommen von Christiane Baumgartner, Lutz Dammbeck, Markus Draper und Sandra Vasquez de la Horra. Das Kupferstich-Kabinett hat die Künstlerinnen Irene Chabr, Monika Grzymala und Jacqueline Merz eingeladen, speziell für die Sonderausstellung neue Arbeiten zu realisieren. Mit den Leihgaben und Auftragsarbeiten werden Wünsche für die Zukunft formuliert, gleichzeitig wird das Medium Papier in seiner ganzen Vielfalt erlebbar: Die Präsentation umfasst sowohl Zeichnung und Druckgrafik als auch Fotografie und raumgreifende Arbeiten von regionalen wie internationalen Künstler*innen.

Film Grenzen

Kunst kann Grenzen überwinden. Sie kann poetisch verschlüsselt oder direkt, kontrovers oder bestärkend sein und dabei verbinden oder spalten. Sie hat die Kraft zu inspirieren und kann dabei helfen, auch widerständige Themen besser zu verstehen. Im Zentrum der Ausstellung steht deshalb der Begriff „Freiheit“. Grundsätzlich definiert sich der Mensch als Individuum im Verhältnis zu seinem Gegenüber, zur Gesellschaft und zur ganzen Welt, weshalb Freiheit und Grenzen in einer spannungsreichen Wechselbeziehung stehen.

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Crossing Borders mit Björn Egging (3/3)
Crossing Borders mit Björn Egging (3/3) © SKD, Film: Patrick Schwarz

Text Inhalt

Im ersten Teil der Präsentation steht das Individuum im Mittelpunkt, das sich gegen gesellschaftliche und politische Widerstände behaupten muss, sich austauscht, abgrenzt, überwindet und selbst bespiegelt, um eine eigene Identität herauszubilden. Besonders hervorzuheben sind Arbeiten von Britta Lumer, Isa Genzken, Wolfgang Tillmans und Tracey Emin.

Slider Film

Text Inhalt 2

Im zweiten Teil geht es um den Menschen in seinen Lebensräumen. Künstler*innen reflektieren die Annäherung von Zentren und Randzonen zwischen Vernetzung und Vereinzelung, darunter Tobias Zielony, Olaf Holzapfel und Julie Mehretu. Künstler*innen wie Roni Horn und Olafur Eliasson sorgen sich um die Natur. Andere wiederum finden für die Komplexität der Welt abstrakte Bilder, in denen Ordnung und Zufall sichtbar werden, wie Adrian Sauer oder Stephanie Lüning.

Film Jaqueline Merz

In “Spiegelachse Ich” greift Jacqueline Merz (*1962) auf ein Projekt von 1996 zurück. Damals bat sie Künstler*innen und Kurator*innen darum, sie nackt in deren Privaträumen fotografieren zu dürfen. Über vier Jahre entstand ein Archiv aus über 100 Fotos und schriftlichen Aufzeichnungen von den Begegnungen. Für die Ausstellung hat Merz das Material in eine Präsentation überführt, in deren Zentrum ein Papiermantel steht. Diesen warf sich die Künstlerin wie eine Schicht der Vergangenheit über. Die Arbeit stellt Fragen über Alter, Identität und die Poesie der Konfrontation.

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Crossing Borders mit Mailena Mallach (1/4)
Crossing Borders mit Mailena Mallach (1/4) © SKD, Film: Patrick Schwarz

Film Interaktion

Mit “Crossing Borders” lädt das Kupferstich-Kabinett ein, die Kunst als Grenzerfahrung zu erleben und die Ausstellung als einen Ort der Begegnung, des Austausches und der Möglichkeit zur Reflexion des eigenen Standpunktes. In diesem Sinne soll die Präsentation zum öffentlichen Raum werden, der keine eindeutigen Wahrheiten kennt und Grenzen vorgibt, sondern eine kommunikative Übergangszone für eine demokratische und offene Gesellschaft bieten möchte. Die Kurator*innen werden in der Ausstellung präsent sein, digitale Auftritte erweitern das Vermittlungsangebot. 

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Crossing Borders mit Björn Egging (2/3)
Crossing Borders mit Björn Egging (2/3) © SKD, Film: Patrick Schwarz

Grzymala

Im Auftrag des Kupferstich-Kabinetts hatte Monika Grzymala (* 1970 in Polen) bereits zum Auftakt des Jubiläumsjahres im Frühjahr 2020 eine raumgreifende Arbeit aus Papierbändern im Kleinen Schlosshof installiert. In der dunkleren Jahreshälfte ergänzte ein auf die gesamte Nordwand projiziertes Video die Installation. Die Arbeit war bis Februar 2021 zu sehen.

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Crossing Borders mit Monika Grzymala
Crossing Borders mit Monika Grzymala © SKD, Film: Bianca Dittrich

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